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E-Marketing Newsletter UX-Design

vor 9 Monaten

Markus Chiarot

Newsletter-Entwicklung

Hast du dich schon immer gefragt, was ein Newsletter kostet? Wie viel man für die Entwicklung eines Newsletters wie den unseren ausgeben muss? Ich werd’s dir sagen. Aber lass uns doch erstmal die Zeit zurückdrehen und von ganz vorne anfangen.

Die Kosten eines Newsletters

Wir befinden uns mitten in der Umstrukturierung des CI/CD der Intersim AG. Als nächstes anstehend: Eine Besprechung. Grund? Etwas mit Design oder so. Für irgendwas werden diese UXler schliesslich bezahlt. Aber Moment, wo ist da mein Part? Schon von weitem höre ich das Wort «Newsletter» und mir läuft es kalt den Rücken herunter. Ich setze meinen Gang in das Besprechungszimmer schweren Schrittes fort.

Kosten: ein Schweissausbruch

«Newsletter? Wir haben doch schon einen.», versuche ich mich rauszureden, wohlwissend, dass ein neuer, aufgefrischter Newsletter tatsächlich angebracht wäre. Am liebsten würde ich mich an jedes noch so kleine Fünkchen Hoffnung klammern um nicht tagelang in dem Labyrinth aus Darstellungsfehlern und komischen Eigenheiten von Outlook, Gmail und Co. irren zu müssen. Aber irgendjemand muss diesen Job ja erledigen. Also schlüpfe ich in meine Superhelden-Unterhosen und lege los.

Kosten: eine Portion Mut

Glücklicherweise haben wir bereits einige Erfahrung im Newsletter-Bereich. So kann ich mir die Erklärung sparen warum sich die ganzen E-Mail Clients in einem Bündnis des Bösen zusammengeschlossen haben um all die grossartigen Features wie Interaktivität oder Animation zu verhindern.

Kosten: eine Portion Verständnis

Versionisierung aufgesetzt – check.
Entwicklungsumgebung bereit gemacht – check.
Sichtkontakt mit dem Feierabendbier hergestellt – check.

Dann kanns ja losgehen. Zum Glück habe ich dem UX bereits ein weniger über die Schulter geschaut. Das Design kann sich sehen lassen. Es ist frisch, modern und doch simpel genug gehalten, um sogar für Outlook beinahe zu funktionieren. Ja, ich sage beinahe. Sogar ein Löwen Dompteur im Zirkus hat im Vergleich zu Outlook nur eine störrische Hauskatze zu zähmen. Und ich wette eben diese Hauskatze versteht mehr von HTML und CSS als Microsoft und dessen Outlook-Entwicklerteam!

Kosten: ein simples Design

Funfact: Wusstest du, dass Outlook die Web-Mails mit Microsoft Word rendert, anstatt einem Browser wie jeder andere geistig halbwegs gesunde E-Mail Client?!

Kosten: einmal heftig an den Kopf fassen

Es wird auch beim 10. Newsletter nicht besser

Nachdem ich das Wort «Table» nun gefühlt zum 200. Mal geschrieben, ohne überhaupt eine Tabelle erstellt zu haben – eine Web-Mail funktioniert leider als Verschachtelung von Tabellen-Elementen aus irgendeinem Grund am besten – bin ich endlich fertig für den ersten Testlauf. Ich versende eine Testmail an alle mir erdenklichen Clients und hole mir Stift und Papier. Ein grosses Papier. Besser direkt einen Block. Gmail mag die Farbe meiner Links nicht und ersetzt sie, da Gmail das wohl besser weiss als ich. Outlook versteht nicht ganz, wie diese neumodische Technik mit diesen komplexen Bildern funktioniert und zeigt mir seine beste Version einer Jack-Pollock-Imitation. Der nächste Client verlinkt mir freundlicherweise die Adresse und die Telefonnummer im Footer – dummerweise ist das nur nicht so vorgesehen. Meine Liste von Bugs und To-dos wächst.

Kosten: eine laaange Korrektur-Liste

An dieser Stelle hätte ich gerne einen Gastauftritt der Erzählerstimme von Spongebob Schwammkopf: «3 Tage später». Aber leider kann ich nicht alles haben. Nicht einmal unsere schöne Hausschrift in Outlook. Ist das wirklich zu viel verlangt?

Kosten: mehrere gute Fallback Schriften

Man beachte den Bierkonsum....

Nachdem auch der letzte noch so hinterlistige Bug behoben ist, lade ich den Newsletter in unsere Bearbeitungs- und Versandplattform Mailvision hoch. Das ganze Ding ist eigentlich nichts mehr als eine Kindersicherung für die grossen Kids, die den Newsletter mit Content befüllen. Die Plattform achtet beim Erfassen auf jedes Detail, damit der Newsletter auch nach dem Bearbeiten noch richtig funktioniert und dargestellt wird.

Kosten: ein cleveres Tool

Die Tests waren erfolgreich, die Contenterfassung funktioniert, der Versand klappt und ich bin mit den Nerven am Ende. Ein langes Wochenende ruft verzweifelt nach mir. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich die Challenge ja doch irgendwie. Als Programmierer und Rätselfan liegt mir das auch irgendwie im Blut.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Nun, was haben wir gelernt?

Ein Newsletter kostet folgendes:

  • Ein Schweissausbruch
  • Eine Portion Mut
  • Eine Portion Verständnis
  • Ein simples Design
  • Einmal heftig an den Kopf fassen
  • Eine lange Korrekturliste
  • Mehrere gute Fallback Schriften
  • Ein cleveres Tool
  • Und natürlich eine grosse Menge Nerven

In diesem Sinne verabschiede ich mich fröhlich in den Feierabend und freue mich am Montag wieder in meinem gewohnten Alltag voll spannender Features und komplexer Frontends einzutauchen.

 


 

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