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Holakratie Intersim AG

vor 2 Monaten

Daniel Rüegg

Evolutionäre Organisation

Als Unternehmen mit dem Anspruch stets am Puls der Zeit zu sein reflektieren und hinterfragen wir uns konstant. Dies hat auch dazu geführt, dass die Intersim AG seit diesem Jahr mit einer neuen Organisationsform unterwegs ist. Warum das so ist, was damit gemeint ist, wie es funktioniert und welche Erfahrungen wir damit machen ist Thema dieser Beitragsreihe.

Wie wir die evolutionäre Organisation leben

Auf evolutionären Wegen

Die Globalisierung und die damit einhergehenden technologischen Entwicklungen, insbesondere die Digitalisierung, konfrontieren unsere Gesellschaft seit Jahren mit neuen Herausforderungen. Die Anforderungen an Unternehmen, ihre Mitarbeitenden und die betroffenen Prozesse sind in einem steten Wandel. Steigende Komplexität, schnellere Reaktionszeiten, neue Vertriebskanäle sowie unterschiedlichste Bedürfnisse der Mitarbeitenden verlangen in der strategischen Planung, der operativen Führung und der betrieblichen Zusammenarbeit nach neuen, passenderen Lösungen.

Die herkömmliche Organisationsführung auf Basis von starren Hierarchien wird der Komplexität und der Geschwindigkeit nicht mehr gerecht. Dadurch wird Führung häufig eher zum Stolperstein anstatt zur Basis für Erfolg. Aus verschiedenen Initiativen und Modellen, die einige fortschrittliche Unternehmen – darunter auch Startups und Techbetriebe - ausprobiert, geteilt und offen diskutiert haben, haben sich neue Organisationsmodelle entwickelt, welche mögliche Wege aufzeigen diesen Anforderungen zu begegnen.

Evolutionäre Organisationsformen

Die meisten dieser neuen Modelle gehören zur Gruppe der evolutionären Organisationen. Evolutionär deshalb, weil Sie flexibel gestaltet sind. Sie können sich konstant an die sich ändernden Anforderungen anpassen. Sie sind bestimmt schon dem Terminus «Agil» begegnet. Diese Flexibilität ist damit gemeint und mit den evolutionären Organisationsformen soll und wird die so oft gepriesene Agilität im Unternehmen aktiv gefördert!

Zwei der bekanntesten Vertreter dieser neuen Organisationsformen sind die Holakratie und die Soziokratie. In folgenden Beiträgen werden wir sehen, wie solche Organisationen funktionieren. All diesen Modellen gemeinsam ist jedoch, dass sie die klassische Firmenhierarchie auf den Kopf stellen und konsequent auf Selbstführung setzen. Selbstführung steht dabei für den Grundgedanken, dass alle Menschen im Unternehmen aktiv in Führungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Warum macht man das?

Oder genauer gesagt, warum machen wir das? Obschon wir in der Intersim schon immer eine flache Hierarchie mit verteilten Kompetenzen lebten, trafen die oben erwähnten Auswirkungen der Globalisierung und der technischen Fortschritte vermehrt auch auf uns zu. Wir wollen uns diesen Herausforderungen mit einem positiven Ansatz stellen.

Klarheit und Flexibilität

Als Reaktion auf oftmals träge Reorganisationen, Prozessanpassungen, und unklare Umverteilungen von Verantwortung und Kompetenzen.

Entscheidungsvakuum vs. Einbezug

Anstatt, dass Entscheide von Personen verlangt oder getroffen werden, welche zwar die Kompetenz aber nicht zwingend die besten Fähigkeiten dazu haben, wollen wir die Entscheidung auf mehrere Schultern und die optimalen Ressourcen verteilen.

Motivation und Sinnhaftigkeit

Wir alle suchen einen Sinn in unserer Arbeit. Ist dieser nicht (mehr) erkennbar oder nachvollziehbar, führt dies zu nachhaltigem Motivationsverlust. Durch den Einbezug aller Mitarbeitenden in die Entscheidungsprozesse und der Übertragung der Verantwortung zu eigenverantwortlichem Handeln tragen alle zum Sinn unserer Unternehmung bei und bringen ihre Sinnhaftigkeit mit ein.

Soweit ein erster Einblick in evolutionäre Organisationsformen und unseren Ansatz dazu. Im nächsten Blog-Beitrag zeigen wir auf, wie wir die Prinzipien der evolutionären Organisation verstehen.

Für alle, die sich in der Zwischenzeit schon vertiefter mit der Thematik auseinandersetzen wollen, haben wir hier noch zwei Literaturtipps:

Literatur

«Reinventing Organizations» von Frederic Laloux
«Holacracy – Ein revolutionäres Management System für eine volatile Welt» von Brian J.Robertson