Weblösungen am Puls der Zeit, innovativ und massgeschneidert.

#Blog

Intersim AG

vor 5 Monaten

Tobias Kohler

Auf vielen Webseiten wird man mit Werbung konfrontiert und klassische Adblocker funktionieren oft nicht mehr. Was Sie dennoch tun können, um die meisten Werbeanzeigen zu umgehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Werbung Ade!

Das Internet ist heutzutage voll mit Werbung, seien es nun die klassischen Werbebanner, Pop-ups oder Werbeunterbrechungen und Vorspanne in Online-Videos. Die schiere Anzahl der Werbeanzeigen und deren Aufdringlichkeit kann einem den Spass am Surfen schnell verderben. Deshalb sind Adblocker heute fast nicht mehr wegzudenken und für viele die wichtigste Erweiterung eines jeden Browsers.
Die Werber schlafen jedoch nicht und geben sich Mühe, dem Besucher ihren Inhalt trotzdem aufzudrängen, indem beispielsweise den Zugang zum Inhalt der besuchten Seite erschweren oder gar blockieren, solange sie einen aktiven Adblocker erkennen.
Für jene unter Ihnen, die etwas technikaffin sind, gibt es eine einfache Lösung, um solche Seiten auch ohne Adblocker werbefrei besuchen zu können: Pi-hole.

Pi-hole

Pi-hole ist eine Anwendung, welche das Gerät, auf dem es läuft, zu einem DNS-Server macht, welcher gleichzeitig als Ad- und Trackerblocker agiert. Nach Bedarf dient es auch gleich als DHCP-Server. Das hört sich zwar sehr komplex an, ist jedoch relativ simpel einzusetzen.

Was ist ein DNS-Server überhaupt?

Anfragen im Netz sind meist an eine Domain gerichtet (z.B. www.intersim.ch oder www.google.com). Diese Domain legt fest, für wen die Anfrage bestimmt ist, jedoch nicht, wo dieser jemand (Webserver) ist. Diese Information ist in einer IP Adresse gespeichert. Hier kommt der DNS Server ins Spiel. Dieser ist eine Art riesiges Adressbuch, in welchem hinterlegt ist, welche Domain zu welcher IP gehört. Eine Anfrage an eine Domain kann also erst versendet werden, wenn der DNS Server erfolgreich die dazugehörige IP gefunden hat.

Wie das Pi-hole funktioniert

Als DNS Server ist das Pi-hole also dafür zuständig, für alle Anfragen, die an eine Domain gerichtet sind, die passende IP-Adresse zu finden. Um Werbung zu blockieren führt das Pi-hole neben der normalen DNS-IP Liste noch Blocklisten. In diesen Listen sind Hunderttausende bis Millionen von Domains bekannter Werbe- und Trackingprovider hinterlegt. Sobald also eine DNS-Anfrage für solch eine Domain beim Pi-hole eintrifft, erkennt dieses, dass hier unerwünschter Inhalt geladen oder Informationen an unerwünschte «Mithörer» gesendet werden sollen. In diesem Fall leitet das Pi-hole die Anfrage nicht auf den gewünschten Server weiter, sondern auf sich selbst und gibt als Antwort eine leere Seite zurück. Somit werden keine Werbeinhalte geladen und die Informationen für den Tracker verlassen nie das eigene Netzwerk.
Dass das Pi-Hole die unerwünschten Aufrufe also schon blockiert, bevor sie das Netzwerk verlassen, bringt zudem zwei grosse Vorteile gegenüber Adblocker Plugins:

  1. Man spart Bandbreite und Ladezeit, da nur eine leere Response vom Pi-hole ausgeliefert wird.
  2. Das Pi-hole wird nicht als Adblocker erkannt und der Zugang zu Seiten wird einem so nicht verwehrt.

Fazit

Bei mir läuft das Pi-hole nun seit ein paar Tagen und es wurden bereits über 20% aller Anfragen geblockt. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickeln wird. Zudem können noch weitere Blocklisten hinzugefügt werden, was noch weitere Verbesserungen bringen sollte.

Im nächsten Newsletter erklären wir Ihnen ausserdem, wie Sie Pi-hole selbst installieren können.