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Frontend UX-Design

vor einem Jahr

Carla Bernard

Front Conf Zurich 2019

Auch in diesem Jahr war die Intersim AG an der Front Conference in Zürich vertreten. Zwei Tage lang liessen sich die beiden Frontendentwickler und die beiden UX-Designer von spannenden Talks im Bereich Frontend und Design inspirieren.

Die Intersim an der Front Conf – Where Design Meets Technology

Auch in diesem Jahr war die Intersim AG an der Front Conference in Zürich vertreten. Zwei Tage lang liessen sich die beiden Frontendentwickler und die beiden UX-Designer von spannenden Talks im Bereich Frontend und Design inspirieren. 

Jennifer Hom (Head of Illustration bei Airbnb) beschreibt die Herausforderung der kulturellen Unterschiede bei ihrer Arbeit als Illustratorin, Chris Messina (Erfinder des #Hashtags) befasst sich mit der Ethik der sozialen Medien und der künstlichen Intelligenz und Vitaly Friedman (Editor-in-chief, Smashing Magazine) unterhält die Besucher wie jedes Jahr mit ungewöhnlichen aber amüsanten Tipps & Tricks im Bereich Frontend.

Die Intersimler richtig überzeugen konnten allerdings folgende drei Talks:

 

„How to Think Like a Front-End Developer“

Chris Coyier (Mitgründer der Testing-Plattform Codepen)

Chris erzählt aus dem Leben eines Frontendentwicklers und wie sich die beiden Disziplinen Frontend und Backend immer mehr verändern und sich überschneiden. Hauptgrund dafür ist die Plattform Node.js. Mittels dieser Technologie lassen sich Aufgaben aus dem Backendbereich serverseitig mit Javascript entwickeln. Somit erweitert sich das Fachgebiet eines Frontendentwicklers um ein Weites und es verlagern sich immer mehr Aufgaben aus dem Backend ins bisherige Fachgebiet eines Frontendentwicklers (JavaScript). Kernaussage des Talks ist, dass sich die beiden Disziplinen nicht mehr so klar trennen lassen, wie das bis anhin der Fall war. Chris bezeichnet sich daher nicht mehr als Frontendentwickler, sondern als Fullstackentwickler und unterteilt die Bereiche in „Front-Frontend“ und „Back-Frontend“.

 

„The Accidental Design Leader“

Andy Budd – Company Chairman and Co-Founder, Clearleft

Sein Plan war es nie, Chef zu werden. Welches Kind träumt schon davon, irgendwann ein Manager zu sein…? Später, als junger Rebell, frisch in der Arbeitswelt und voller Tatendrang schon gar nicht. Da ist ein Chef vor allem ein Feind, der einen kontrolliert, zurecht weist und einen in der Idee, die ganze Welt zu verändern, einschränkt. Aber eines Tages wacht Andy auf und besetzt genau diese Rolle als Chef, als Feind, als Manager eines dreissigköpfigen Teams. Andy spricht in seinem Talk darüber, was es ausmacht, eine gute Führungsperson zu sein, um ein Team zu motivieren, zu unterstützen und somit Projekte erfolgreich über die Bühne zu bringen.

Ein kleiner Auszug:

Signalisiere, dass die Firma in Mitarbeitende investiert
Dazu gehört nicht nur ein angemessener Lohn, sondern auch die Möglichkeit sich zu entfalten und sich weiterentwickeln zu können. Wertschätze ihre Arbeit, fördere und sorge dich um sie. Ganz nach dem Motto von Richard Branson „Train people well enough so they can leave, treat them well enough so they don't want to“

Stelle Leute mit Bedacht an
Nimm dir Zeit beim Anstellen von neuen Mitarbeitenden. Auch wenn eine Person zwar fachlich glänzt, kann eine einzige falsch ausgewählte Person die Moral und die Motivation eines ganzen Teams komplett zerstören. „It’s better to have a hole, than an a**hole“ – Steve Jobs

Pflege eine kollaborative Kultur und sorge für eine familiäre Stimmung
Sind die Mitarbeitenden umgeben von einem Team in einer familiären Atmosphäre, interessieren und kümmern sie sich automatisch auch um ihre Teammitglieder. Ein Teamzusammenhalt ist eine notwendige Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Sorge daher für gute Stimmung, so dass sich die Mitarbeitenden wohl fühlen. 
Aber Achtung, mach das in einer Art, welche die Leute und deren Zeit respektiert. Nicht jeder Mitarbeiter spielt gerne Beerpong, macht gerne Wochenendausflüge oder trinkt gerne Tequilashots nach geleisteten Überstunden. Respektiere auch, dass die Leute ein Privatleben haben und dass gerade für Teammitglieder mit Familie Arbeit ausserhalb der regulären Arbeitszeit eine grosse Herausforderung darstellen kann. Kommt es trotzdem vor, dass die Mitarbeitenden Extraaufwand betreiben müssen, sorge dafür, dass du ihnen den Rücken freihältst. Beantworte E-Mails, übernimm langwierige Slack-Diskussionen mit den Kunden, kümmere dich um Telefone, bring Ihnen Donuts und Kaffee und entsorge den Abfall. Zeige Ihnen, dass auch du Teil der Familie bist.

Organisiere dein Team individuell und schenke Ihnen Anerkennung
Um dein Team zu unterstützen, sorge dafür, dass du genügen Ressourcen hast. Bringe geeignete Strukturen und Abläufe in den Arbeitsalltag. Stelle Projektteams zusammen, die harmonieren und weise Ihnen passenden Projekte zu. Schenke den Mitarbeitenden Anerkennung, so dass sie spüren, dass sie für die Firma wertvoll sind. Es ist wichtig, dass sie wissen, dass sie von der gesamten Organisation wertgeschätzt werden. Und denke daran, nicht jeder Mitarbeiter bringt seine beste Leistung in derselben Art und Weise. Respektiere die unterschiedlichen Menschen und geh auf deren individuellen Bedürfnisse ein.

Ein wirklich interessanter Talk für alle Leader und jene, die es noch werden möchten. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier die Aufzeichnung des gesamten Talks: https://vimeo.com/356838477

 

The Gradual Design System

Garrett Miller – Head of Design Systems, Slack

Im Jahr 2015 zählt Slack ungefähr 10 Frontendentwickler und 5 Produktdesigner. Heute, 4 Jahre später, beschäftig Slack um die 2000 Mitarbeiter, mit 100 Frontendentwicklern und 25 Produktdesignern. Garrett Miller schildert in seinem Talk seine Erfahrungen der letzten vier Jahre als Designer bei Slack. Vom Chaos zum Design System.

Was ist ein Design System? Kurz gesagt: Ein Design System ist eine Sammlung von wiederverwendbaren Komponenten eines Unternehmens mit klaren Design-Prinzipien. Farben, Typografie, Branding, Animationen, Datenvisualisierung, sowie konkrete UI- und Code-Komponente, werden unter einen Hut gebracht und in einem Design-System festgehalten.

Garrett hat während diesem sehr schnellen Wachstum die chaotischen Designelemente und Designprozesse in einer Komponentenbibliothek zusammengefasst und dokumentiert. Er erzählt dabei, was sie auf die Beine gestellt haben, welche Probleme sie hatten und wie die geleistete Arbeit den Weg ebnet, um auf ein noch grösseres Wachstum vorbereitet zu sein.

Auch dieser Talk ist hier auf Vimeo verfügbar: https://vimeo.com/356898983