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vor 2 Monaten

Tobias Kohler

Seit Ca. 10 Jahren bahnen sich 3D Drucker ihren Weg in den Konsumenten-Markt. Einer der Hauptgründe dafür, sind wohl die sinkenden Kosten und eine steigenden Nachfrage, welche nicht zuletzt auch auf die sich stetig weiterverbreitende «Maker-Culture» zurückzuführen ist.

TOBIAS KOHLER Senior Software Engineer

3D Drucker im Alltag

Wozu kann man einen 3D Drucker aber gebrauchen?

In der Industrie wie auch in kleineren Unternehmen werden sie überwiegend für «Rapid-Prototyping» eingesetzt. Aber auch hoch individualisierte Fertigungsprozesse für Formen werden vermehrt auf 3D Drucker ausgelagert. Beispielsweise für die Herstellung von Zahnspangen in der Dentaltechnik.

 

Aber auch für den Privatgebrauch muss der Drucker kein Spielzeug bleiben.

 

Modelle für praktische Teile wie Kabelführungen, Kopfhörer-, Mobiltelefon- und Schlüsselhalter können gratis auf Seiten wie thingiverse.com heruntergeladen und bequem im eigenen Drucker hergestellt werden. Auch dekorative Elemente wie Vasen und Lampen oder Dinge wie Spielfiguren lassen sich so drucken.

 

Um jedoch das volle Potential des Druckers ausschöpfen zu können, ist das Beherrschen eines CAD Programms unerlässlich. Mit dessen Hilfe lassen sich jegliche Teile entwerfen und anschliessend drucken. Grenzen werden meist lediglich von der maximalen Druckgrösse gesetzt.

 

CAD Zeichnungen selbst anzufertigen trauen sich anfangs viele nicht zu. Tatsächlich ist das Ganze jedoch gar nicht so schwer. Man benötigt lediglich ein CAD Programm, beispielsweise Fusion 360 von Autodesk, welches online gratis bezogen werden kann (das Erstellen eines Benutzeraccounts ist zwingend nötig). Wie man die Software dann bedient, findet man in zahl- und umfangreichen Tutorials auf YouTube, welche teils auch speziell auf Anfänger zugeschnitten sind.

 

Was kann also so selbst hergestellt werden?

 

Beispielsweise kleine Sockel für eine Kalax Box von IKEA. Da sie keine Füsse hat, steht sie auf unebenen Böden eher schlecht als recht. Dazu kommt, dass die Bodenplatte auf rauen Böden leicht zerkratzt wie auch die überstehenden Schrauben auf der Unterseite.

 

Abhilfe schaffen hier die selbst entworfenen Füsse. Diese können mit der bestehenden Schraube befestigt werden. Eine etwas grössere Senke garantiert, dass die Schraube nicht über steht. Eine weitere kleine Vertiefung an der Unterseite bietet Platz für ein Filzplättchen als Kratzschutz.

 

         

 

Ein weiteres Beispiel sind folgende Halter:

 

Sie dienen dazu, den Schlauch eines Balkonbewässerungssystems ordentlich am Balkongeländer zu fixieren. Somit sind sie im Alltag nicht im Weg und fallen auch viel weniger auf. Die Halterung besteht aus zwei gleichen Hälften. Zusammen können sie an eine der Geländer-Streben geklemmt und mit einer M3 Gewindeschraube und Mutter fixiert werden. Der Schlauch kann dann durch die entstandene Öse geführt werden.

 

         

 

 

Wie sinnvoll ein 3D Drucker also für Privatpersonen ist, hängt ganz von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der betroffenen Person ab. Mit etwas Geschick und Motivation lassen sich viele kleine Helfer, Gadgets oder auch Ersatzteile herstellen.

Ressourcen

Thingiverse (gratis 3D Modelle)

https://www.thingiverse.com/

 

Autodesk Fusion 360 (gratis, nicht kommerziell)

https://www.autodesk.de/products/fusion-360/personal

 

https://knowledge.autodesk.com/de/support/fusion-360/learn-explore/caas/sfdcarticles/sfdcarticles/DEU/How-to-activate-start-up-or-educational-licensing-for-Fusion-360.html