---
title: "Arbeiten im Home Office"
url: "https://www.intersim.ch/insights/arbeiten-im-home-office-intersim"
description: "Mit der Pandemie und dem Lockdown wurde die (Arbeits-)Welt in den Grundpfeilern erschüttert. Mit viel Verzicht und Umdenken mussten neue Lösungen gefunden…"
---

# Arbeiten im Home Office

[Organisation & Prozesse](/insights/?filter=organisation-processes)

 ![Home Office bei der Intersim Symbolbild](/_astro/home-office-symbolbild-intersim.g4DQvoYD_hQWvx.jpg)

Mit der Pandemie und dem Lockdown wurde die (Arbeits-)Welt in den Grundpfeilern erschüttert. Mit viel Verzicht und Umdenken mussten neue Lösungen gefunden werden, wie Arbeitnehmende trotz der kritischen Lage, weiterhin der gewohnten Arbeit nachgehen können. Da der Arbeitsort in vielen KV & IT orientierten Berufen im Grossraumbüro stattfindet, welche nur mit grossen Umbauten den Regeln des BAG entsprechen würden, stellte das eine Herausforderung dar. Home Office ist kein neues Konzept, viele (insbesondere in der IT-Branche) betreiben dies schon seit Jahren. In der Schweiz scheint das Thema Home Office zunehmend Anklang zu finden. Anfänglich eher stiefmütterlich mit, zähneknirschend, einem erlaubten Tag, in der Intersim mit 40% des Arbeitspensum, mussten während des Lockdowns viele Arbeitgebende auf Hybride Modelle oder komplett auf Home Office setzen. Beide Seiten haben dabei die Vorteile erkannt und viele Firmen bieten nun eine liberalere Home Office Regelung.

Autor:in

Fabian Eichenberger

Veröffentlicht

17\. August 2022

## Home Office

In einer modernen Arbeitswelt & -kultur sollte den Arbeitnehmenden gestattet sein, ihre Fähigkeiten dort auszuüben, wo sich diese am wohlsten fühlen, solange deren Tätigkeit dies erlaubt und deren Leistung oder Verfassung nicht darunter leidet.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

-   Arbeitsweg fällt weg – teils massiv
-   Keine anfallenden Kosten für den Arbeitsweg
-   (Noch) flexiblere Arbeitszeiten
-   Weniger Ablenkungen
-   Gewohnte Umgebung
-   Weniger Klimabelastung

Allerdings kommen damit auch einige Nachteile:

-   Sozialer Kontakt leidet
-   Mehr Selbstdisziplin & -organisation nötig
-   Anfallende Kosten für Strom, Räumlichkeiten & Arbeitsplatz – variabel

Ein Mischpunkt ist die Work/Life Balance.

Zudem fühlt sich nicht jede/r wohl im Home Office oder erbringt, nachweislich, nicht die geforderte Leistung, hier eignen sich Hybride oder Colocation Modelle besser.

## Kommunikation

Oft wird auch die Kommunikation als Nachteil benannt, allerdings ist dies, meiner Meinung nach, eine Frage der Organisierung und der bereitgestellten Programme. Durch **asynchrone Kommunikation** (Teams, E-Mail), sowie entsprechender Planung und Absprache, kann dies weitestgehend ausgeglichen werden. Wird z.B. beim Senden einer Nachricht beachtet, dass diese asynchron ist, also vom Empfänger (möglicherweise) nicht sofort eine Reaktion zu erwarten ist, und stattdessen das gewünschte Anliegen direkt mitgeteilt, ist keine Nachfrage nötig. Kleines Beispiel:

**Statt:**

A: «Hallo» -> Zeit vergeht  
B: «Hallo, was kann ich für Dich tun?» -> Zeit vergeht  
A: «Kannst Du mir bitte …»

**Besser:**

A: «Hallo, kannst Du mir bitte …» -> Zeit vergeht  
B: «Hallo, ist gemacht»

Damit kann sich das Gegenüber bereits mit dem Anliegen vertraut machen, recherchieren oder allenfalls direkt Rückfragen stellen.

Als zweites Beispiel, kann das Bearbeiten eines Problems über das Teilen des Bildschirms effizienter gelöst werden, als wenn zwei Personen, suboptimal positioniert, auf einen Bildschirm starren. Selbiges gilt für Präsentationen und Workshops.

## Vorteile

Nicht alle Arbeitnehmenden wohnen in unmittelbarer Nähe des Arbeitsorts, viele pendeln,. was oft Stress & tote Zeit bedeutet. Dies sowohl mit dem Öffentlichen Verkehr, durch Planung und möglichem Umsteigen, sowie eventuellen Laufwegen, als auch mit dem privaten Fahrzeug durch Stau, ausgelöst durch andere Arbeitnehmende, und möglicher Parkplatzfindung. Zudem ist der Arbeitsweg mit Kosten verbunden, sei es ein ÖV Abonnement oder die Kosten eines Fahrzeugs (Benzin & Unterhalt, Parkplatz etc.).

Durch den **Wegfall des Arbeitswegs** ergeben sich **flexiblere Arbeitszeiten**, welche z.B. für Hobbies genutzt werden können, was sich positiv auf die Work/Life Balance auswirkt.

Im Büro gibt es oft Ablenkungen, entweder durch Mitarbeite nde welche für eine «kurze» Frage den Arbeitsprozess komplett unterbrechen, oder durch Meetings und anderen Störgeräuschen. In den eigenen 4 Wänden ist dies weitestgehend unmöglich, hier sind die Faktoren selbsterlegt oder erwartbar (z.B. Postbote klingelt).

Ein eher selten diskutiertes Thema ist die Klimabelastung. Während des Lockdowns wurde in vielen Ländern ersichtlich, welche Belastung das tägliche Reisen für Innenstädte ist. Der Himmel wurde vielerorts klarer, die Luft sauberer und Stau war ebenfalls nicht existent.

## Nachteile

Die weiteren Nachteile sind kaum wegzudiskutieren, können jedoch unterstützt werden. So können mit Team Events oder firmenweiten Events Möglichkeiten geschaffen werden, um sich, hin- und wieder, zu sehen.

Die **Selbstdisziplin** ist, wie es schon im Begriff steht, abhängig von der Person selbst.

Nicht alle haben die Möglichkeit, oder die **örtlichen Gegebenheiten**, welche für Home Office eine Voraussetzung sind. So kann ein nicht optimales Umfeld, wie z.B. einen Küchentisch als Arbeitsplatz oder Kinder im Haus dies unmöglich machen. Hier sind klare Grenzen und die eigenen Vorlieben massgebend. Auch ein eigenes Arbeitszimmer kann hier Abhilfe schaffen.

Die Work/Life Balance profitiert zwar von der wegfallenden Reisezeit, diese kann jedoch, abhängig der Person, auch dazu führen, nicht richtig abschalten zu können, oder Überstunden anzuhäufen.

Die Kosten für die Einrichtung des Arbeitsplatzes zuhause können von der Firma unterstützt werden.

## Pilot Projekt

Seit dem Montag, 18. Juli läuft nun in der Intersim ein Pilot Projekt, welches eine neue Home Office Regelung mit sich bringt. Der **prozentuale Home Office Anteil des Arbeitspensums fällt weg** und wird durch folgende Anwesenheiten ersetzt:

-   Von der Firma vorgegebene Social-I-Day’s
-   Ein vom Kreis festgelegter Tag pro Woche und, optional, vom Kreis bestimmter Mehrbedarf
-   Meetings auf Kundenwunsch vor Ort
-   Vom Projekt-Team festgelegte Tage vor Ort

Dies natürlich optional (wir zwingen keinen Zuhause zu vergammeln).

Arbeitnehmende, welche mehrheitlich im Home Office arbeiten, haben keinen fixen Arbeitsplatz mehr, bei Anwesenheit können **«Shared Zones»** – also geteilte Arbeitsplätze genutzt werden womit den Arbeitnehmenden vor Ort mehr Platzwahl zur Verfügung steht. Dabei kann bei Bedarf auch benötigtes Arbeitsmaterial aus dem Büro zuhause verwendet werden.

## Persönliche Meinung

Aus meiner Sicht bin ich vollständig für Home Office.

Zwar ist mein Arbeitsweg mit 50 Minuten überschaubar, zusammengerechnet sind das doch einige Stunden, welche ich pro Woche nur mit Reisen verbringe. Dazu kommt, dass die morgige Routine stark vereinfacht wird, was, zusammen mit der wegfallenden Reisezeit, meinem Schlaf(mangel) zugutekommt.

Durch meine IT-Affinität bin ich auch in der glücklichen Lage einen, für mich optimal, eingerichteten Arbeitsplatz zu haben, auch wenn der Arbeitsplatz in der Intersim meine Anforderungen vollständig deckt. Zudem bin ich zuhause produktiver, ich kann Arbeiten mit mehr Fokus und Konzentration erledigen und kann die Arbeitszeiten (noch) flexibler legen.

Natürlich leidet das Soziale im Home Office, wobei Mensch der Meinung sein kann, dass sei nicht Aufgabe des Berufs/der Berufskollegen. Die Balance und zusätzliches Gegensteuern ist hier wichtig, mit Events und einem «Kaffee/Wasserspender Klatsch» Meeting und entsprechendem (Wissens-)Austausch.

## Verwandte Themen

Weiterführende Projekte und Inhalte zum Thema

[Coaching](/projects/?filter=coach)