Erfahrungen als IPA Expertin
Jedes Jahr neue Projekte und Unternehmen kennen lernen und dabei noch den Nachwuchs unterstützen? Als IPA Expertin ist mir das möglich!
- Autor:in
- Nicole Eiss
- Veröffentlicht
IPA
IPA steht für «individuelle praktische Arbeit» und ist Bestandteil des Qualifikationsverfahrens für den Lehrabschluss der Mediamatiker:innen. Dabei wird während 70-90 Stunden ein Projekt erarbeitet, welches Ziele aus Betrieb und überbetrieblichen Kursen abdeckt. Diese praktische Arbeit zählt zu 40% zur Gesamtbewertung des Abschlusses.
- Grundsätzlich wird jede IPA von einem Hauptexperten und einem Co-Experten betreut. Diese sind für folgende Aufgaben zuständig
- Nach dem Start der IPA Besuch im Lehrbetrieb (Hauptexperte)
- Stehen für Fragen während der Projektdauer zur Verfügung
- Kontrolle des täglichen Arbeit-Journals
- Bewertung und Beurteilung der schriftlichen IPA-Dokumentation
- Vorbereitung des Fachgespräches
- Bewertung und Beurteilung der IPA-Präsentation und des Fachgespräches
Der Weg zur IPA Expertin
Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen hat mich schon immer fasziniert. Im privaten Rahmen leitete ich Ausbildungskurse für Jungwacht Blauring und auch bei der Arbeit wurde ich schon früh in die Betreuung von Lernenden involviert. Es macht mir Spass jungen Menschen neue Themen beizubringen, sie zu fördern und die täglichen Fortschritte mitzuerleben.
Bevor ich Prüfungsexpertin wurde, habe ich schon 1-2 IPAs als vorgesetzte Fachkraft begleitet. Die Fachkraft ist im Rahmen einer IPA verantwortlich für die Eingabe der Aufgabenstellung, begleitet den Lernenden während der Projektdauer und beurteilt anschliessend die Arbeit anhand vorgegebenen Bewertungskriterien. Bei Intersim bilden wir Lernende für Applikationsentwicklung aus, meine Aufgabe ist es, sie im Bereich Frontend Development zu unterstützen. Somit kannte ich die betriebliche Sicht bereits.
Ich selbst habe meine Karriere mit einer Lehre als Mediamatikerin begonnen und übe daher meine Expertinnen-Tätigkeit auch in diesem Beruf aus. Dass ich Expertin geworden bin, habe ich einer Kollegin zu verdanken, die diese Tätigkeit bereits ausübte. Sie fand, ich würde auch in diese Rolle passen und auf diesen Input hin, meldete ich mich bei der ICT Berufsbildung an. Nachdem ich von der kantonalen Prüfungskommission gewählt wurde, konnte ich mich in mein 1. Jahr als Expertin stürzen.
Den Mediamatik-Nachwuchs unterstützen
Seit drei Jahren bin ich nun im Kanton Luzern als IPA Expertin für Mediamatiker:innen tätig und es macht mir nach wie vor Freude den Mediamatik-Nachwuchs so zu unterstützen. Ich finde es spannend, dass jedes Projekt anders ist und wie die Lernenden die Arbeiten angehen. Zusätzlich bringt es den Vorteil, dass man Einblicke in andere Unternehmen gewinnt und so Kontakte knüpfen kann.
Übrigens… die Kantone sind immer froh um neue Expert:innen, sei es im Beruf Mediamatik oder Informatik. Interesse geweckt? Mehr Informationen dazu gibt es bei der ICT Berufsbildung ihrer Region.
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