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title: "Jahresrückblick 2019"
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description: "Das 2019 neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Zeit für einen etwas andere Jahresrückblick. Beleuchtet werden die digitalen Trends welche vor einem Jahr…"
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# Jahresrückblick 2019

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Das 2019 neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Zeit für einen etwas andere Jahresrückblick. Beleuchtet werden die digitalen Trends welche vor einem Jahr prognostiziert wurden.

Autor:in

Ivan Schwab-Germann

Veröffentlicht

09\. Dezember 2019

## Prognose

Experten haben vor einem Jahr für das laufende und zu Ende gehende Jahr folgende digitalen Trends prognostiziert:

1.  Sinnvoller Einsatz von KI (künstlicher Intelligenz)
2.  Nutzerbedürfnisse auf den Sozialen Medien werden in den Vordergrund gestellt
3.  Websites lernen sprechen mit Sprachassistenten
4.  Big Data verstehen – die richtigen KPI’s (Key Performance Indicator) sind entscheidend
5.  Einsatz von Microservices anstelle von monolithischen Plattformen
6.  «New Work» - Veränderung der Arbeitsgewohnheiten (die Digitalisierung macht es notwendig oder bietet dazu Chancen).

Für Wikipedia ist ein Trend: «eine besonders tiefgreifende und nachhaltige Entwicklung»

Die Trends lesen sich für mich immer eher als Wunschliste, als Vision, als - zum Teil weit in der Ferne liegendes – Ziel oder als grosse Herausforderung, so wie für mich die Reise auf der Autobahn A1 zwischen Burgdorf und Zürich in unter 75 Minuten zu schaffen. Schwierig. Ok, in diesem Fall kann ich ja auch den Zug zwischen Burgdorf und Zürich nehmen und schon habe ich die Strecke unter 75 Minuten geschafft – in der heutigen Zeit des Klimawandels ja eh die einzige Lösung.

## Realität

Welcher Trend aus der Liste hat bei mir, bei uns, Spuren hinterlassen – muss man sich 12 Monate später fragen.

Und dieses Jahr bin ich doch erstaunt und stelle fest: Ja, da hat sich tatsächlich in diesen Bereichen etwas getan:

**Künstliche Intelligenz**: Zugegeben ist nicht gerade eine Welle von realisierten KI-Projekten im 2019 auf uns zugerollt, aber die Bemühungen, sinnvolle Anwendungen zu finden wurden massiv intensiviert. Nicht zuletzt, weil hier riesiges wirtschaftliches Potential schlummert.

**Sozialen Medien**: Die Plattformen haben sich weiterentwickelt und stellen den Nutzen weiter ins Zentrum. Nutzer von Instagram geben erstaunlicherweise an, Werbung zu akzeptieren, weil diese so gut ins Nutzererlebnis integriert sind. Generell hat die Nutzung von Sozialen Plattformen gegenüber dem Vorjahr um 6% zugelegt (obwohl 48% der unter 19-jährigen Facebook gar nicht mehr nutzen). Übrigens tummeln sich die User vermehrt in privaten Räumen (Dark Social). So lassen sich die Aktivitäten und Interessen nicht mehr nachvollziehen.

**Sprachassistenten**: Wussten Sie, dass aktuell rund in jedem 5. Haushalt Sprachassistenten genutzt werden? Apples Siri als Marktleader scheint in den Stuben willkommen zu sein.

**Die richtigen KPI’s**: Bei diesem Punkt scheint mir die Entwicklung stehen geblieben zu sein. Wir erheben immer noch Daten was das Zeug hält und hoffen, dass CRM Systeme diese verarbeiten und schlaue, unternehmensrelevante Daten davon liefern. Da sind wir aus meiner Sicht im aktuellen Jahr nicht wirklich weit gekommen.

**Microservices**: Zu diesem Thema ist nicht mehr allzu viel in der Fachpresse zu lesen. Ein sehr gutes Zeichen. Microservice-Architekturen haben sich durchgesetzt und für innovative Entwickler-Firmen ist dieser Ansatz zur Selbstverständlichkeit geworden. Gut so.

""New Work""": «Bei uns ist Freizeit und Arbeitszeit miteinander verschmolzen», liess kürzlich eine Managerin einer grösseren, international tätigen Firma mir gegenüber verlauten. Arbeitsmodelle sind 2019 wesentlich flexibler geworden. Organisationsformen verändern sich (nicht nur in der Intersim, die seit 2017 mit einer an Holakratie angelehnten Form unterwegs ist). Die Digitalisierung und die Möglichkeiten der digitalen Welt haben Einfluss auf die Zusammenarbeit innerhalb einer Unternehmung, aber auch in der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern etc. Und wie alles gibt es auch in diesem Bereich Chancen und Gefahren. \*

Wow – Ich bin wirklich überrascht, dass viele genannten Trends nicht einfach Worthülsen oder Zukunftsvisionen geblieben sind, sondern – nach Wikipedia - «eine besonders tiefgreifende und nachhaltige Entwicklung» tatsächlich stattgefunden hat oder eingeläutet wurde.

’\* Anmerkung: Für mich ist das zentrale Thema bei «New Work» der Mensch – die Menschlichkeit. Um die Maschinen mache ich mir keine Sorgen. Da ist Motivation genug da, diese weiterzuentwickeln. Viel mehr sehe ich Bedarf, auf den Menschen, das Menschliche bei «New Work» zu achten. Denn schliesslich soll der Mensch agieren und die Maschine immer noch dem Menschen «dienen». ‘

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