Windows 11
Mit der Ankündigung von Windows 11 hat Microsoft alle erstaunt. Hiess es mit Windows 10 noch, es sei das letzte Windows, welches von da an mit Updates und Funktionen erweitert werde, scheint dies nun verworfen.
- Autor:in
- Fabian Eichenberger
- Veröffentlicht
Technische Veränderungen
Durch die erhöhten Systemanforderungen wird eine aktuelle CPU (Central Processing Unit) benötigt, sowie ein TPM 2.0 (Trusted Plattform Modul) Chip, ein UEFI-System mit Secure-Boot Funktion, eine Grafikkarte mit DirectX 12 Unterstützung, mindestens 4GB RAM (Arbeitsspeicher) und ganze 64 GB Speicherplatz.
Dies schliesst ältere Systeme unweigerlich aus und wird kritisch angesehen, insbesondere in Zeiten des Halbleiter-Mangels, des Elektroschrotts und den umstrittenen TPMs, welche durch weitreichende Kontrolle und Sicherheitslücken bereits häufiger für Aufsehen sorgten (Intel Management Engine).
Leistungstechnisch wurde weiter optimiert, so bietet Windows unter der Haube nun einen besseren Scheduler, welcher auch der Funktionsweise neuer CPUs (z.B. Intel 12k) besser gerecht wird.
Auch die Leistung der bei Entwicklern sehr beliebten WSL2 (Windows Subsystem for Linux) Funktion wurde weiter verbessert.
Insgesamt soll Windows 11 energieeffizienter arbeiten, die System-Updates sollten deutlich kleiner ausfallen und zudem im Hintergrund geladen werden.
Design-Anpassungen und Funktionalität
Visuell und funktional fällt auf den ersten Blick die Taskleiste, welche sich nun standardmässig in der Mitte befindet (kann allerdings, wie gewohnt, links angeordnet werden), sowie das veränderte Startmenü und die abgerundeten Fenster ins Auge.
Mit dem neuen Startmenü sind die Kacheln, welche seit Windows 8 wahlweise störten, oder ab Windows 10 als durchaus nützlich angesehen wurden, nun Geschichte.
Als Ersatz gibt es nun den Bereich “Angepinnt”, in welchem schlicht Programme angepinnt werden können, sowie “Empfohlen” in welchem die zuletzt benutzten Dateien erscheinen. Diese beiden Funktionen sollen das effiziente Arbeiten unterstützen.
Zurückgekommen sind die Widgets aus Windows Vista & 7. Unter Windows 10 waren diese, im begrenzten Umfang, als Kacheln verfügbar. Diese sind nun in Form einer Auflistung von Nachrichten und Artikeln in einem personalisierbaren Feed zusammengefasst und können via Schaltfläche ein- oder ausgeblendet werden.
Den Einstellungen wurde wiederum ein neues Aussehen verpasst, wie auch schon in Windows 10.
Explorer & Icons
Auch der Explorer und dessen Kontextmenü haben sich verändert. Waren die Funktionen und Einstellungen unter Windows 10 noch unter “Ribbons” (ähnlich der Office Produkte) aufgeteilt und versteckt, wurden diese nun durch eine Funktionsleiste ersetzt.
Auffallend ist auch, dass nun Icons für essenzielle Funktionen, wie z.B. Ausschneiden, Kopieren und Einfügen, verwendet werden, was durchaus verwirrend wirken kann.
Das Öffnen einer Datei mittels eines Programms, welches nicht als Standard gesetzt ist, ist nun teilweise eine Ebene tiefer (“Weitere Optionen anzeigen”), was etwas Umgewöhnung bedarf.
Nebst dem ist auch eine nützliche Funktion hinzugekommen, die Positionierung eines Fensters kann nun in verschiedenen Aufteilungen erfolgen, was bei grossen oder mehreren Monitoren sehr hilfreich ist.
Fazit:
Insgesamt soll Windows 11 nun moderner wirken und es darf auf weitere Optimierungen gehofft werden.
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